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Nieren & Gefäße / Eine Initiative der Genzyme GmbH
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Therapie


Liegt eine Verkalkung der Gefäßwände (=Mediasklerose) vor, ist dieser Prozess kaum rückgängig zu machen. Therapien können jedoch dazu beitragen, das Fortschreiten des Verkalkungsprozesses zu verlangsamen. Umso wichtiger ist es, die Entstehung der Mediasklerose von vornherein zu verhindern.

Eine ganz grundsätzliche Maßnahme ist bei Dialysepatienten eine Senkung des Blutdrucks auf einen Wert von mindestens 130/80 mmHg, die Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga empfehlen sogar Werte unter 125/75 mmHg. Bei zuckerkranken Dialysepatienten stellt die Einstellung des Blutzuckers ein ebenso grundlegendes "Muss" dar.

Außerdem kann jeder Patient auch ganz direkt auf die Balance seines Calcium-Phosphat-Haushaltes Einfluss nehmen und somit einen der wesentlichen Risikofaktoren für die Entstehung der Mediasklerose "ausschalten". Internationale Leitlinien ("K/DOQI- Guidelines") schreiben vor, wie viel Calcium und Phosphat bei Dialysepatienten im Blut vorhanden sein darf:

Calcium = 8,4 - 9,5 mg/dl (= 2,1 - 2,4 mmol/l)
Phosphat = 3,5 - 5,5 mg/dl (=1,1 - 1,8 mmol/l).

Die neuen KDIGO-Leitlinien empfehlen sogar den Phosphatwert im Blut in Richtung des Normwertes zu senken (≤4,6 mg/dl bzw. 1,49 mmol/l).

Auch das in den Nebenschilddrüsen produzierte "Parathormon" sollte einen bestimmten Wert nicht über- oder unterschreiten und muss evtl. medikamentös korrigiert werden.

Die Patienten können selbst beeinflussen, wie viel Phosphat in das Blut gelangen kann. Zum einen durch eine phosphatarme Ernährung (siehe Ernährungstipps), zum anderen durch die Einnahme von sogenannten "Phosphatbindern", Substanzen, die das Phosphat im Körper "neutralisieren". Das ist aktiver Gefäßschutz!

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