Behandlung bei Nierenversagen
Stellen die Nieren ihre Funktion ein, müssen Flüssigkeit und Schadstoffe über andere Wege aus dem Körper entfernt werden. Bei den meisten Betroffenen wird die Nierenfunktion durch eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) ersetzt. In Deutschland werden über 63.000 Patienten langfristig mit der Dialyse behandelt. Die Behandlung erfolgt in drei Viertel der Fälle ambulant. Für die Patienten ist die künstliche Blutreinigung lebensnotwendig. Werden bestimmte Regeln eingehalten, halten sich die Einschränkungen im täglichen Leben durch die Dialyse in Grenzen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Hämodialyse (HD) und der Peritonealdialyse (PD). Die PD ist ein Heimdialyseverfahren, die HD wird in der Regel in einem "Nierenzentrum" durchgeführt. Beide Verfahren sind medizinisch gesehen gleichwertig, beide haben Vor- und Nachteile und eignen sich nicht gleichermaßen für jeden Patienten.
Ein weiteres Nierenersatzverfahren, das aus medizinischer Sicht das Beste ist (sowohl hinsichtlich des Überlebens als auch der Lebensqualität) ist die Nierentransplantation. Leider gibt es zu wenige Organspenden in Deutschland, so dass die durchschnittliche Wartezeit gut fünf Jahre beträgt.














