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Glossar
Adern
Blutgefäße allgemein, es gibt Arterien und Venen.
Adventitia
Äußere Schicht eines Blutgefäßes; lockere Bindegewebshülle mit der das Gefäß im umliegenden Gewebe verbunden ist.
Akutes Nierenversagen
(ANV) Relativ plötzliche Funktionseinschränkung der Niere, die durch Versagen der Wasser- und Kaliumausscheidung lebensbedrohlich werden kann.
alkalisch (=basisch)
Gegenteil von sauer.
Aminosäuren
Bausteine von Eiweißen.
Anämie
Blutarmut, d.h. Mangel an roten Blutkörperchen.
Aneurysma
Aussackung in der Gefäßwand.
Angina pectoris
“Brustenge”, Herzschmerzen
Angiopathie
Gefäßerkrankung
Angiotensin
Ein Hormon, welches im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks und des Wasserhaushaltes beiträgt. Es verengt die Blutgefäße.
Aorta
Hauptschlagader
Apoplex
Schlaganfall, Hirnschlag
Arteriell/arterialisiert
sauerstoffreich
Arterien
Schlagader oder Pulsader, tragen den Herzschlag als Puls(welle) spürbar weiter. Arterien führen sauerstoffreiches (arterialisiertes) Blut vom Herzen weg.
Atherosklerose
„Gefäßverstopfung“, denn Ablagerungen (Plaques) innerhalb des Gefäßes führen zur Einengung der Blutgefäße.
Atrium
(Herz)Vorhof
Av-Fistel (=Shunt)
Operativ geschaffene Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, aus der die Blutwäsche erfolgt.
Blutdruck
Der Druck in den Blutgefäßen, den das Herz aufbaut, um alle Körperregionen mit Blut zu versorgen. Der Blutdruck wird als systolischer und diastolischer Wert gemessen und ist in verschiedenen Gefäßen unterschiedlich.
Blutgerinnung
Physiologischer Prozess, der Blutungen zum Stillstand bringt. Daran sind viele Komponenten beteiligt: Blutplättchen, bestimmte Eiweiße, die Gerinnungsfaktoren, der Gewebekleber Fibrin.
Blutkreislauf
Der Blutfluß durch unseren Körper, angetrieben von einer Pumpe, dem Herzen. Über den Blutkreislauf werden Stoffe transportiert (Nährstoffe, Sauerstoff, Botenstoffe, Abfallprodukte). Blutgefäße, die vom Herzen wegführen heißen Arterien, Venen führen Blut zum Herzen hin. Im Prinzip gibt es zwei Kreisläufe: den (kleinen) Lungenkreislauf und den (großen) Körperkreislauf.
Calcitriol (Vitamin D3)
Fettlösliches Vitamin mit Hormonwirkung, zuständig für die Regulierung des Calcium-und Phosphat-Spiegels im Blut. Vitamin D-Hormon bewirkt die gesteigerte Calcium-Aufnahme im Darm und den Calcium-Einbau in den Knochen. Bei vielen Nierenerkrankungen wird Vitamin D nicht mehr ausreichend gebildet.
Calcium
Lateinisch „calx“: Kalkstein, Kreide, Mörtel
Mineral, welches für die Funktion aller Zellen eine wichtige Rolle spielt und Hauptbestandteil der Knochen. Zuviel und zu wenig Calcium ist schädlich. Bei Niereninsuffizienz kommt es zu Störungen im Calcium- und Phosphathaushalt.
Cholecalciferol (=Vitamin D)
Reguliert den Knochen-Stoffwechsel und beeinflusst die Aufnahme von Calcium im Darm.
Cholesterin
Ein Blutfett, wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, das gefährliche Blutfett ist das LDL.
Chronisches Nierenversagen (Chronische Niereninsuffizienz)
Schrittweiser, langsamer Verlust der Nierenfunktion (manchmal über Jahre und Jahrzehnte hin). Im Anfangsstadium verlaufen Nierenerkrankungen meist symptomfrei
CrP
C-reaktives Protein, Eiweiß, welches im Körper bei Entzündungen gebildet wird und im Blut gemessen werden kann.
Diabetes
Diabetes Mellitus, Zuckerkrankheit
Dialysat
Spülflüssigkeit, die im Dialysator dünne Kapillarröhrchen umspült, durch die das Patientenblut geleitet wird. Dabei können die schädlichen Substanzen aus dem Blut durch die Wände der Röhrchen in die Spülflüssigkeit „wandern“ (diffundieren) und werden so aus dem Blut entfernt.
Dialyse
Blutreinugungsverfahren („künstliche Niere“). Man unterscheidet Hämodialyse und Peritonealdialyse.
Dialyse
Künstliche Blutreinigung
Diastole
Erschlaffungs- und Füllungsphase des Herzens.
Elektrolyte
Mineralien
Embolie (=Embolus)
Verstopfung eines Blutgefäßes durch vom Blutstrom verschlepptes Material (das kann z.B. Fett oder ein Thrombus sein).
Endothel
Gefäßinnenhaut
Enzym
Eiweiße, welche im Stoffwechsel biochemische Reaktionen anstoßen.
Erythropoetin (=Epo)
Hormon, welches die Neubildung roter Blutkörperchen anregt.
Fetuin A
Ein Bluteiweiß, welches Verkalkungen verhindert.
Fibrin
Gewebekleber, spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung und Gewebereparatur.
Freie Radikale
Reaktionsfreudige chemische Moleküle, die Körperzellen schädigen können.
GFR (=Glomeruläre Filtrationsrate)
Maß für die Filterfunktion der Nierenkörperchen und somit der gesamten Nierenfunktion.
Glomeruli
Runde „Nierenkörperchen“ in den sich kleinste Gefäßknäuel befinden. Hier wird Flüssigkeit aus dem Blut abgefiltert, woraus dann der Urin entsteht.
Glucose
Traubenzucker, Blutzucker
Gore-Shunt
Shunt mit zwischen Arterie und Vene genähtem Kunststoffschlauch.
Hämodialyse (HD)
Das Blut wird durch eine künstliche Filtermembran der Dialysemaschine außerhalb des Körpers geleitet, um es von bestimmten Stoffen zu befreien („Blutwäsche“ im engeren Sinn).
Harnstoff
Abbauprodukt von Eiweißen, ist in hohen Konzentrationen im Körper giftig und muss von den Nieren ausgeschieden werden, ist als ein Nieren-Wert im Blut messbar.
Hormon
Botenstoff im Körper
Hyper-
Griechisch: über, oberhalb, über – hinaus
Hypercalcämie
Zu hoher Blut-Calciumspiegel.
Hyperglycämie
Blut-Überzuckerung
Hyperphosphatämie
Zu hoher Blut-Phosphatspiegel
Hypertonie (=Hypertonus)
Bluthochdruck
Hypertoniker
Bluthochdruck-Patient
Hypo-
Griechisch: unter-, zuwenig
Immunsupressiva
Medikamente, die das körpereigene Immunsystem drosseln.
Infarkt
„Arterieller Verschluss“ mit nachfolgendem Gewebsuntergang infolge Sauerstoffmangel bzw. Gewebeuntergang durch Blut- bzw. Sauerstoffmangel bei Gefäßverschluß.
Intima
Innerste Schicht eines Blutgefäße; besteht aus einer flachen Zellschicht (Endothel), die den Austausch von Substanzen aus dem Blut ins Gewebe ermöglicht.
Ischämie
Sauerstoffunterversorgung durch unzureichenden Blutfluß.
Kalium
Mineral, welches für die Funktion aller Zellen eine wichtige Rolle spielt. Zuviel und zu wenig Kalium ist schädlich. Bei Niereninsuffizienz steigt das Kalium immer weiter an, da es nicht mehr aus dem Körper entfernt wird.
Kalzifizierung/Kalzifikation
Verkalkung
Kapillaren
(kleinste „Haargefäße“) bilden ganz feine, netzartig verzweigte Kapillarbetten.
Katheter
(Shaldon-Katheter) dünner Schlauch, der in Blutgefäße oder an andere Körperstellen eingebracht werden kann, um Flüssigkeiten herauszuholen oder einzubringen.
Koronarien
Herzkranzgefäße
Kreatinin
Stoffwechselprodukt aus der Muskulatur, wird über die Nieren ausgeschieden.
Lanthan
Chemisches Element aus der Gruppe der “seltenen Erden”, Metall.
Malnutrition
Mangelernährung
Marker
Eine im Körper gebildete Substanz, die auf etwas Krankhaftes hindeutet.
Media
Mittlere Schicht eines Blutgefäßes; besteht vor allem aus Muskelzellschichten und Bindegewebe (Kollagen).
(Media-)Sklerose, -Verkalkung
Verkalkung, Versteifung der mittleren Schicht der Arterienwand
Mikroangiopathie
Erkrankung kleiner Gefäße (Arteriolen und Kapillaren). Häufig bei Diabetikern.
Natrium
Mineral, welches für die Funktion aller Zellen eine wichtige Rolle spielt. Bestandteil von Kochsalz. Zuviel und zu wenig Natrium ist schädlich.
Nekrose
Gewebeuntergang, abgestorbenes Gewebe
Nephrologie
Nierenheikunde (Niere= lat. ren, Adjektiv renal; griech. nephros)
Nephron
Funktionelle Grundeinheit der Niere, die für die Urinproduktion zuständig ist.
Nierenparenchym
Nierengewebe, die eigentliche „Organmasse"
Nierentransplantation
Verpflanzung einer gesunden Niere auf einen niereninsuffizienten Patienten. Entweder als Leichenspende (eines hirntoten Spenders) oder als Lebendspende möglich. Geregelt in Deutschland durch das Transplantationsgesetz.
Osteoporose
„Knochenentkalkung“, die beispielsweise bei alten Menschen, aber auch im Rahmen verschiedener Erkrankungen wie der chronischen Niereninsuffizienz vorkommt.
Ödem
Gewebeschwellung durch Flüssigkeitseinlagerung.
Parathormon (PTH)
Nebenschilddrüsen-Hormon (Parathyreoidea, Para=neben, thyreoidea= Schilddrüse). Fördert die Calcium-Aufnahme im Darm und die Calciumfreisetzung aus den Knochen.
PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
Durchblutungsstörung der Extremitäten durch Verengte, verkalkte Arterien.
PEP (Phosphat-Einheiten-Programm)
Ernährungsprogramm bei Hyperphosphatämie,
Peritonealdialyse (PD; Bauchfelldialyse)
Bei der Peritonealdialyse nutzt man das Bauchfell (Peritoneum) als „natürliche Dialysemembran“. Dazu wird regelmäßig über einen Katheter sterile Dialysat-Lösung in die Bauchhöhle eingefüllt und nach einigen Stunden wieder abgelassen bzw. ausgetauscht,
Peritoneum
Bauchfell, dünnes Häutchen, welches die Bauchhöhle auskleidet und den Darm umhüllt.
Peritonitis
Bauchfellentzündung
Phosphat (=Phosphor)
Griechisch: phosphoros „lichttragend“. Ein Mineral mit vielfältigen Funktionen in Lebewesen (z.B. Knochen) und Umwelt. Muss im Blut in bestimmten Grenzbereich vorliegen, damit es nicht zu Schäden kommt.
Phosphatbinder
Medikamente, die das überschüssige Phosphat im Blut binden und den Phosphatspiegel dadurch senken.
pH-Wert
Ein Maß für den Säuregrad.
Plaque
Ablagerungen im Gefäßinnenraum (Blutfette, Blutplättchen, Bindegewebe, Kalk), die zur Einengung/Verstopfung führen kann.
Polymer
Chemische Verbindung aus mehreren Komponenten.
Proteine
Eiweiße
Puls
Fortgeleiteter Herzschlag, den man über den Arterien tasten kann.
Punktion
Einführen einer Nadel.
Renin
In der Niere gebildetet Hormon, welches den Blutdruck erhöht; es ist als
erster Schritt am Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beteiligt, welches Blutdruckregulation dient. Bei Blutdruckabfall wird Renin freigesetzt und aktiviert Angiotensin, welches eine Blutgefäß-Verengung (Vasokonstriktion) und Blutdruckerhöhung bewirkt.
Resorbieren
aufnehmen
Retina
Netzhaut des Auges.
Retinopathie
Erkrankung der Netzhaut.
Reversibel
umkehrbar, wiederherstellbar
Salze
Chemische Verbindungen aus positiv und negativ geladenen Teilchen.
Sauerstoff
Ein in der Luft enthaltenes Gas, welches die meisten Lebewesen zum Leben benötigen. Er wird bei Verbrennungsprozessen zur Energiegewinnung in den Zellen verbraucht.
Säuren- und Basen-Haushalt
Regelmechanismen im Körper bzw. im Blut, die das Gleichgewicht zwischen sauren und alkalischen Substanzen halten. Unter anderem trägt die Niere dazu bei, den pH-Wert im Blut konstant zu halten. Bei Niereninsuffizienz entsteht eine Übersäuerung (Azidose).
Sekundärer Hyperparathyreoidismus
Verstärkte, teilweise überschießende und unkontrollierte Parathormonormon-Produktion als Reaktion auf einen erhöhten Calciumverlust mit absinkendem Calcium-Blutspiegel.
Shunt (Cimino-Shunt) (=Av-Fistel)
Operativ geschaffene Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene, aus der die Blutwäsche erfolgt.
Sorbit
Zuckeraustauschstoff, Stoffwechselprodukt im Zuckerhaushalt, bei Ansammlung führt es zu Zellschwellungen und anderen Schäden.
Stenose
Engstelle, Verengung, Einengung
Systole
Anspannungs- und Austreibungsphase des Herzens
Terminale Niereninsuffizienz
Endgültiger Nierenfunktionsverlust, eine künstliche Blutreinigung wird notwendig.
Thrombose
Gerinnselbildung in einem Blutgefäß, meist der Beinvenen.
Thrombus
Blutpfropf/Gerinnsel
Toxisch
giftig
Tubuli
"Röhrchensystem“ in der Niere, dient der Urinkonzentrierung.
Ulcus
Geschwür, Gewebedefekt
Ureter
Harnleiter
Urethra
Harnröhre
Urologie
Medizinische Fachrichtung, die sich mit den ableitenden Harnwegen und den männlichen Geschlechtsorganen beschäftigt.
Vasodilatation
Gefäßweitstellung
Vasokonstriktion
Gefäßengstellung
Vena Jugularis
“Drosselvene”, große Halsvene
Vena Subclavia
Große Vene, die unterhalb des Schlüsselbeins in Richtung Herz verläuft.
Venös
Sauerstoffarm, dunkleres Blut als sauerstoffreiches.
Ventrikel
(Herz)kammer
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